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"Start Ups torpedieren Greencard-Konsens" 25. Mai 2000

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Anlässlich der Fachmesse Internet World legen junge Firmen ein Smartpaper zur Greencard-Debatte vor

Berlin, 25. Mai 2000 - Die Rahmenbedingungen für die Greencard sind ausgehandelt. Ab August sollen insgesamt 20.000 ausländische Computer-Spezialisten eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhalten, wenn sie die Voraussetzung eines Hochschulabschlusses oder eines Jahresgehaltes von mindestens 100.000 DM erfüllen.

Im Rahmen der Fachmesse Internet World kritisiert nun Felix Frohn-Bernau, Vorstandsvorsitzender des Verbraucherportals dooyoo.de und Initiator eines Smartpapers zur Greencard, dass diese Vereinbarung allein zwischen der Regierung und Repräsentanten der großen IT-Unternehmen ausgehandelt wurde.

"Die Interessen von Firmengründern im IT- und Internet-Bereich, die für den zügigen Aufbau solider Geschäftstrukturen auf technisches Knowhow aus dem Ausland angewiesen sind, wurden bei der Einigung zur Greencard nicht ausreichend berücksichtigt", so Frohn-Bernau.

Eine Gruppe von führenden deutschen Internet-Unternehmen stimmt dem zu und hat gemeinsame Thesen formuliert, die in einem Konsenspapier zusammen gefasst wurden. Ziel dieses Konsenspapiers ist es, die Interessen von jungen, schnell wachsenden Unternehmen in die Greencard-Debatte einzubringen und die Rahmenbedingungen der Vergabe von Arbeitserlaubnissen mit den tatsächlichen Anforderungen in diesen Unternehmen zu harmonisieren.

Neben dooyoo.de haben sich bisher 25 Unternehmen, unter anderem ovivo, webmiles, 12snap, mytoys, zooplus und jfax, auf folgende Thesen zur Greencard-Debatte verständigt:
  • Stock-Options in die Bemessungsgrundlage Der Erteilung einer Arbeitserlaubnis soll am Verdienst gemessen werden. Um den Rekrutierungsmaßnahmen der Start Ups gerecht zu werden, muss die Vergütung durch Stock Options, also Aktienanteile am Unternehmen, in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden
  • Start Ups sind die Arbeitsplatz-Beschaffer Die New Economy ist der Motor des Arbeitsmarktes: Während in den großen Konzernen kontinuierlich Stellen angebaut werden, wachsen die Mitarbeiterzahlen in Start Up-Firmen explosionsartig. Allein in den rund 25 Unternehmen, die sich an dieser Intiative beteiligen, wurden den letzten Monaten fast 700 Arbeitsplätze geschaffen, etwa ein viertel davon in IT-Berufen. Ende des Jahres werden es doppelt so viele sein. Um dieses Wachstum aufrecht zu erhalten, brauchen die Start Ups eine bedarfsgerechte Möglichkeit, Fachkräfte ad hoc einzustellen. Die IT-Strukturen sind das Zentrale Nervensystem der jungen Unternehmen
  • Die Mindestdauer der Beschäftigungsverhältnisse sollte nicht länger als ein Jahr sein Die für die Beantragung von Arbeitserlaubnissen notwendige Dauer des Beschäftigungsverhältnisses kann nicht mit der sehr dynamischen Marktsituation der Start Ups funktionieren. Eine Mindestbeschäftigungsdauer dieser Länge ist auch nicht zwingend erforderlich, da die neuen Arbeitskräfte einem Beschäftigungseffekt auch zu einem späteren Zeitpunkt verhelfen werden, selbst wenn das "beantragende Unternehmen" die Stelle nicht mehr bereithalten kann. Hintergrund: 25% aller amerikanischen Unternehmen wurden von Einwanderern gegründet Job-Dynamik durch Zuwanderung im USA-Vergleich: Nach Angaben von Greencard-Anwälten kommen auf jede ausländische Fachkraft zwei neue Jobs
  • Brain Drain: Keine Angst vorm internationalen Austausch von Spitzenkräften Bisher wird nur gejammert, dass "unsere" besten Kräfte ins Ausland abwandern. Hier gilt es, herauszustellen, dass ein internationaler Austausch von Knowhow und Führungskräften der wirtschaftlichen Entwicklung zuträglich ist. Zugewanderte Fachkräfte würden nachhaltig zu diesem Austausch beitragen.
  • 20.000 Greencards: Eine reine Phantasiezahl. 20.000 Greencards - eine willkürliche Zahl. Das bestätigen internationale Experten wie Jean Pierre Garson, Leiter der Abteilung für internationale Migration der OECD. Die Zahl der zu erteilenden Arbeitsgenehmigungen darf denmach sich nicht an einer politischen Kompromisslösungen orientieren, sie muss flexibel dem tatsächlichen Bedarf in den Unternehmen angepasst werden.
  • Korrektur der Hochschulpolitik Zuwanderung von ausländischen Fachkräften ist kein Wundermittel gegen die Strukturprobleme auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Zur langfristigen Stabilisierung der Situation ist eine Korrektur der Hochschulpolitik erforderlich. Hochschulabsolventen aus dem Ausland sollten sich nach ihrem Abschluss an einer deutschen Universität direkt bei einem deutschen Unternehmen bewerben können.
Folgende Firmen unterstützen diese Thesen: 12snap, bedhunter, berlinstartup, Campus2day, cyberchannel, datango, dealscouts, dooyoo, econia, eurostream, inubit, jfax, magicday, mytoys, Naked Eye, Novaville, optionet, ovivo, portum, virtualley, W,H,S, webmiles, yellout, youwant und zooplus.


Die dooyoo AG ist ein paneuropäisches Internet-Unternehmen mit Sitz in Berlin und wurde im Oktober 1999 gegründet. In den Büros in Berlin, London, Paris, Madrid und Rom sind 170 Mitarbeiter tätig.

dooyoo betreibt Europas führende Entscheidungsplattform im Internet. Die dooyoo Insider-Tipps über Produkte, Dienstleistungen sowie Online Shops bieten mittlerweile 390.000 registrierten Mitgliedern konkrete Entscheidungshilfen beim Einkaufen – unabhängig und kostenlos.

Über „dooyoo Shopping“ kann die Kaufentscheidung gleichzeitig realisiert werden. Damit bietet das dooyoo-Angebot alles aus einer Hand.

Im Augenblick umfasst dieses die Bereiche Ausbildung, Autos, Computer, Dienstleistungen, Elektronik, Medien, Reisen, Sport und mehr – die Kategorien werden laufend erweitert.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

dooyoo PR: Daphne Rauch, daphne.rauch@dooyoo.de Tel: 030 - 293 95-180
zucker.kommunikation: Ulli Rohde, u.rohde@zucker-kommunikation.de Tel: 030 - 247 587 0
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