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"Kurzbericht vom Start-up-Workshop auf der EXPO 2000 am 22.6." 22. Juni 2000

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Kurzbericht vom Start-up-Workshop auf der EXPO 2000 am 22.6.

Start-ups beschließen die Gründung einer Vereinigung zur politischen Einflußnahme

Berlin - 22. Juni 2000 - Vorstandstandsmitglieder von ingesamt 15 deutschen Start-up-Unternehmen sowie Experten aus der Beratungs- und Finanzbranche trafen sich im Rahmen der Weltausstellung zu einem Erfahrungsaustausch mit drei Schwerpunkten: Gründung eines Unternehmens, die Finanzmärkte nach dem Crash und politische Rahmenbedingungen. Auf der Agenda standen die Herausforderungen, denen sich Gründer beim Aufbau einer soliden und zugleich elastischen Firmenorganisation stellen müssen. Höchste Priorität hat hier das Recruiting qualifizierter Arbeitskräfte in sämtlichen Geschäftsbereichen. Es herrschte Konsens, dass neben dem Gehaltsrahmen, bei dem junge Unternehmen zumeist nicht mit großen Konzernen mithalten können, der "Spirit" eines Unternehmens und die Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung für jeden einzelnen die entscheidenden Voraussetzungen für motivierte und loyale Mitarbeiter sind. Weitere Themen waren unter anderem Erfahrungen mit Mitarbeiterbeteiligungs-Programmen, die Vor- und Nachteile einer schnellen Internationalisierung und das Outsourcing von Teilbereichen an Berater.

Problematisiert wurde auch die aktuelle Lage der Finanzmärkte, von der sich die Teilnehmer bei der Umsetzung ihrer Businesspläne nicht irritieren lassen wollen. Unter den momentanen Voraussetzungen sei eine Konvergenz zwischen den Unternehmen der Old Economy und der New Economy abzusehen und zu begrüßen. Die schlechte Stimmung bei den Investoren habe zudem den Vorteil, dass der Markteintritt für neue Wettbewerber erschwert sei. Unternehmen, die sich bereits am Markt positioniert haben, können sich daher auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihr Wachstum in einem gesunden Tempo vorantreiben.

Abschließend wurden die politischen und juristischen Rahmenbedingungen in Deutschland behandelt, mit denen die Start-ups alltäglich konfrontiert sind und die einem schnellen Wachstum und der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich oft im Wege stehen. Keiner der Anwesenden fühlte sich von den bestehenden Einrichtungen wie dem BJU oder der D21-Initiative ausreichend repräsentiert. Nach einer angeregten Diskussion einigten sich die Teilnehmer auf die Gründung einer Vereinigung, der die gemeinsamen Interessen nach außen hin professionell und glaubwürdig vertritt und kanalisiert. Mehrere Teilnehmer erklärten sich sofort bereit, Geld aufzubringen, um einen Fachmann einzustellen, der die Forderungen der Start-ups mit solidem Datenmaterial stützt und so eine produktive Beteiligung am politischen Diskurs ermöglicht. Eine Entscheidung, wie der Verein organisiert werden soll und wer den Vorsitz übernimmt, konnte aus Zeitgründen nicht gefällt werden. Die Form der Organisation und seine konkreten Zielsetzungen sollen bei einem Folgetreffen in den nächsten Wochen verbindlich definiert werden.

Insgesamt wurde der Erfahrungsaustausch von allen Teilnehmern als offen und konstruktiv bewertet.

Teilnehmerliste:

 
company
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abea
allmaxx
cocus
dealscouts
dooyoo
dooyoo
earlybird VC
econia
goldman sachs
interprice
mckinsey
mytoys
naked eye
oneview
sevenval
snacker
wirtschaftdirekt
yellout
zooplus
12snap
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Name
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Sven Baumann
Knut Scholz
Martina Pickhardt
Albrecht von Sonntag
Felix Frohn-Bernau
Daphne Rauch
Dr. Christian Nagel
Maik Stockmann
Dr. Martin Hintze
Lupo Pape
Nicolas Reinecke
Florian Forstmann
Chris Cluss
Felix Hildebrand
Jan Webering
Justus Vollrath
Harald Schröder
Patrick Setzer
Roland Honekamp
Cyriac Roeding
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